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:: EuroPride 2010 Warschau

Brief an den Regenbogenfonds der schwulen Wirte e. V. vom 05.05.2010

Liebe Freunde,

es ist für mich persönlich eine große Ehre und Freude, Euch mitteilen zu dürfen, dass Ihr die Preisträger für den Warsaw Pride Award – der "Hyazinthe" seid. Die diesjährige Ehrung erhält durch den in Warschau stattfindenden EuroPride einen besonderen Charakter, und wir wollen deshalb besonderes Engagement für Europa hervorheben.

Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten und Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Menschenrechte, die Akzeptanz von Vielfalt und Verschiedenheit in Europa einsetzen. Dieser für Polen einzigartige Preis wurde von der Stiftung für Gleichberechtigung initiiert. Dass dieses Jahr der Euro-Pride, die größte Lesbisch-Schwule Veranstaltung in der polnischen Geschichte, überhaupt stattfinden kann, ist auch Eurem herausragenden Engagement in der Vergangenheit zu verdanken.

In der offiziellen Begründung steht: "Der Regenbogenfonds der schwulen Wirte e.V. zeigte beispielhaft, wie man denen helfen kann, denen Unrecht geschieht und denen einfachste Bürgerrechte vorenthalten werden. Durch seine jahrelange und uneigennützige Unterstützung, u. a. während des von ihm organisierten Straßenfestes, hat er nicht nur einen wesentlichen materiellen Beitrag, sondern vor allem wertvolle moralische Unterstützung geleistet und dies in Zeiten, als wir es besonders nötig brauchten."

Wir gratulieren Euch und wünschen uns deshalb sehr, dass Ihr ihn annehmt. Wir hoffen Euch persönlich den Preis auf unserer Hyazinthe-Gala übergeben zu können.

Die Preisverleihung findet traditionell am Vorabend der Parade am 16. Juli 2010 in Warschau statt, so dass ihr am nächsten Tag zusammen mit uns, gemäß unserem Motto "Freiheit, Gleichheit, Toleranz", feiern könnt.

Die genaueren Angaben zu den Örtlichkeiten und Zeiten werden Euch demnächst per E-Mail mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen

Tomasz Bączkowski
Vorsitzender
der Stiftung für Gleichberechtigung






Einladung zur EuroPride 2010 in Warschau

Liebe Freunde,

Wir haben dieses Jahr die besondere Ehre, den EuroPride 2010 in Warschau, Polen, ausrichten zu können.

Polen ist ein Land mit mehr als 1000Jähriger Geschichte, zwischen den großen Mächten im Westen und Osten Europas. Nachdem es nun unabhängig wurde und nicht mehr vom Kommunismus dominiert wird, ist es als ein Teil der EU in starke ökonomische und soziale Veränderungsprozesse einbezogen.

Wir haben echte europäische Solidarität erlebt, als unsere Gay-Parade "Parada Rownosci" verboten wurde. Dies zeigte uns, Europa ist nicht nur ein Wirtschaftsverband, sondern auch der Ort der Menschenrechte und Polen hat Anteil daran.

Die erste LGBT Demo fand in Polen am Valentinstag 1993 statt, als einige Personen ihr Recht auf Liebe einforderten. Fünf Jahre später standen drei maskierte Personen am selben Ort, um zu zeigen: "Wir sind da!" Doch niemand hätte es damals für denkbar gehalten, dass es eines Tages möglich sein könnte, ein großes LGBT-Festival in Warschau zu organisieren.

Drei Jahre später, am 1.5.2001, liefen dann erstmalig 300 Personen durch die Stadt auf den Straßen. Es gabe eine kleine Regenbogenfahne - alles war schnell organisiert - so begann alles...

Von da an riefen wir aber jedes Jahr der Öffentlichkeit unsere Existenz durch einen Marsch ins Gedächtnis, nach einer Weile wuchsen wir zu einem mehrtägigen Festival für queere Kultur.

In 2002 waren wir bereits über 1000, die sich trauten, offen auf den Straßen Warschaus zu laufen. Durch die umfassende Unterstützung vieler Organisationen aus dem In- und Ausland waren es 2003 dann 4000 LGBTs, ihre Familien und ihre Freunde. Es war ein wundervolles Erlebnis für uns. Jahr für Jahr wurden wir von Gästen aus allen europäischen Ländern besucht, vor allem aber aus Deutschland.

In 2004 konnte die Parade nicht stattfinden. Der damalige Bürgermeister von Warschau Lech Kaczynski verweigerte seine Zustimmung zur Demonstration und setzte seine Macht missbräuchlich ein, um, wie er sich ausdrückte, die "Moral in Polen zu schützen." Wir protestierten immerhin dagegen mit etwa 2000 Personen.

In 2005 verbot der Bürgermeister Lech Kaczynski erneut die Parade. Diesmal - es war im Wahlkampf zur Präsidentschaft Polens - begründete er dies damit, dass dies "eine Propaganda für Gayorientierung und homosexuellen Lebensstil" sei. Trotzdem: diesmal marschierten wir doch mit über 5000 Personen durch die Stadt, wir ignorierten seinen Verbot.

Im anschließenden Rechtsstreit gewannen die Organisatoren nicht nur in allen Instanzen in Polen, sondern erwirkten auch am 3.05.2007 ein Urteil gegen den Staat Polen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, welches uns nicht nur das Recht zur Demonstration zusprach, sondern der Gegenseite bescheinigte, in diskriminierender Weise gehandelt zu haben. Der spätere Präsident Kaczynski verstieß persönlich gegen drei grundlegende Artikel der Europäischen Konvention für Menschenrechte, als er die Demonstration in Warschau widerrechtlich verbot.

Seit dieser Zeit feiern wir nun unsere Parada Rownosci, unsere Gleichheitsparade. Sich über den Bann hinweggesetzt zu haben wurde unser polnisches Parallelerlebnis zu den Ereignissen in der Christopher Street viele Jahre zuvor. Wir feiern es jedes Jahr mit vielen Freunden aus Europa und inzwischen gibt es nicht nur die Parade, sondern auch ein Filmfestival, Partys, Konzerte Kunstausstellungen und viele kleinere Veranstaltungen. Der Sieg wurde zum Wurzelgrund für neues Selbstbewusstsein und Engagement.

Dieses Jahr dürfen wir nun den EuroPride ausrichten, worüber wir uns nicht nur sehr freuen, sondern auch sehr stolz sind. Wir wollen allen Danke sagen, die uns in den schweren Jahren geholfen haben und mit ihnen unseren gemeinsamen EuroPride feiern.

Unsere Feier wird auch Mut machen dort weiter zu kämpfen, wo es heute noch schlimm zugeht. Das diesjährige Motto lautet: "Freiheit, Gleichheit Toleranz!"

Und wir werden bei unserer Feier viel Freude haben.....

Ihr lieben Deutschen (und vor allem liebe Berliner) konntet unsere Entwicklung aus nächster Nähe miterleben. Deshalb hoffen wir, dass ihr auch dieses Jahr, wenn wir unsere große europäische Veranstaltung haben, bei uns sein werdet.

Für nähere Informationen besucht unsere Webseite: www.europride2010.eu oder unseren Infostand auf dem Lesbisch-Schwulen-Stadtfest am Nollendorfplatz in Berlin (Kalckreuth- / Ecke Fuggerstraße - Stand Nr. 239).

Im Namen der Stiftung für Gleichberechtigung,

der Organisatorin des EuroPride 2010

Tomasz Bączkowski

President






Drodzy Przyjaciele,

W roku 2010 mamy specjalną okazję i przywilej organizować EuroPride w Warszawie. Po raz pierwszy w Polsce i pierwszy raz w Europie Wschodniej.

Polska ma za sobą ponad tysiąc lat barwnej historii i niekwestionowane miejsce w europejskiej kulturze. Nasze położenie między Wschodem a Zachodem zawsze zmuszało nas do walki o wolność i niezależność. Nierozłącznym elementem tej historii zawsze były również lesbijki, geje i osoby transseksualne. Przez swoją historię, Polska jest trwale wpisana w tradycję walki o prawa człowieka - także w kontekście walki z zakazami parad i wolności dla środowiska LGBT.

Pierwsza w Polsce pikieta odbyła się w Walentynki 1993 roku, kiedy kilkanaście osób manifestowało pod Kolumną Zygmunta w Warszawie swoje prawo do miłości. Pięć lat później w tym samym miejscu trzech gejów z zasłoniętymi twarzami trzymało kartki z nazwami zawodów (np. dziennikarz czy menadżer). Takie były początki. Nikt wtedy nie przypuszczał, że wielkie, wielotysięczne święto gejów i lesbijek może mieć miejsce w Warszawie.

3 lata po tym wydarzeniu, 1 maja 2001, 300 osób przeszło ulicami Warszawy w pierwszej prawdziwej paradzie. Mieliśmy tylko jedną tęczową flagę, a całe wydarzenie trwało dosyć krótko i było organizowane na szybko i spontanicznie. Takie były początki. Od tego czasu polscy geje i lesbijki co roku maszerują stołecznymi ulicami aby zademonstrować swoją obecność w społeczeństwie.

Parada i towarzyszące jej wydarzenia później przerodziły się w Festiwal Kultury Queer. W 2002 roku maszerowało już 1000 osób; dzięki wsparciu licznych zagranicznych organizacji LGBT parada ciągle rosła, wskutek czego w 2003 brało w niej udział już ponad 4000 ludzi. Od tego czasu na warszawskiej paradzie co roku przybywa gości z zagranicy i innych polskich miast.

Niestety nasz marsz ku wolności, przerwany został brutalnie przez ówczesnego prezydenta Warszawy Lecha Kaczyńskiego, który w 2004 roku nie wydał pozwolenia na paradę, uzasadniając to m.in. "ochroną moralności i uczuć religijnych mieszkańców". Pomimo protestów zakazu nie cofnięto. Zamiast parady odbył się wiec pod Ratuszem, który zgromadził 2000 osób.

Rok później prezydent Warszawy wydaje ponowny zakaz Parady Równości. W swoich wypowiedziach oprócz oficjalnego powodu zakazu jakimi były względy bezpieczeństwa mówi, że parada będzie promować "homoseksualny styl życia", a on jest temu przeciwny. W odpowiedzi na ten zakaz 11 czerwca 2005 ponad 5000 ludzi wychodzi na ulice i paraduje w wesołej, choć nielegalnej Paradzie Równości.

Po tych wydarzeniach, organizatorzy składają skargę do Europejskiego Trybunału Praw człowieka w Strasburgu domagając się od Polski uznania prawa do wolności zgromadzeń oraz poszanowania praw podstawowych. 3 maja 2007 roku Trybunał orzekł, że Lech Kaczyński, prezydent Polski, zakazując Parad Równości złamał Europejską Konwencję Praw Człowieka aż w 3 artykułach.

Od tej pory każda Parada musi być już legalna i odbywa się z sukcesem każdego roku. Podczas Dni Równości w Warszawie odbywa się wiele imprez, między innymi festiwal filmowy, konferencje naukowe, koncerty, wystawy, oraz fora polityczne i biznesowe.

Podczas EuroPride 2010 chcemy kontynuować tradycję Christopher Street Day zgodnie z naszym motto: WOLNOŚĆ, RÓWNOŚĆ, TOLERANCJA, pokazując krajom nadal borykającym się z homofobią, że nie ma rzeczy niemożliwych.

EuroPride 2010 będzie naszym wielkim świętem, na którym gościć będą tysiące osób z kraju i z zagranicy. Będzie to kilkunastodniowy festiwal łączący w sobie wydarzenia ze świata filmu, teatru, nauki, sportu, sztuki. A poza tym zamierzamy się oczywiście również świetnie bawić....

Zapraszamy więc na EuroPride 2010 w lipcu do Warszawy.

Wszelkie informacje na naszej oficjalnej stronie: www.europride2010.eu

W imieniu organizatorów

Tomasz Bączkowski

Prezes Fundacji Równości






Dear Friends

We have a special occasion and privilege to organize the EuroPride 2010 in Warsaw, Poland.

Poland is a country with more than one thousand years of vivid history and European identification, localized between eastern and western powers. Now, it is an entirely independent country, liberated from communist domination (1989), a member of UE and in the course of rapid economic and social changes.

Here the Solidarity was born, not only as the name of a trade union which has changed the political system but also as an idea and a great social movement which may be attractive for the contemporary world. Poland has also been a part of human rights tradition, mainly associated with the bans of our Pride events.

The first happening with LGBT people representation took place in Poland on Valentine’s Day 1993 a few people demonstrated their right to love. 5 years later three masked people stood on the same place and manifested their presence. Nobody seven thought that a gay and lesbian openair festival could be organised in Warsaw.

Three years later, on the 1st May 2001, 300 people walked down the streets in the first parade. There were only one rainbow flag and everything was quickly organised. That's how we started. From then every year Polish gay and lesbian people went on the streets to manifest their presence. Later the parade evaluated and became a days Queer Culture Festival.

In 2002 we were already 1000 walking down the Warsaw streets. Due to the support of many organizations from aboard in 2003 we were 4000 lesbian, gay people and their friends and families. It was a great and joyful event. Year after year, we were visited by guests from other Polish cities and countries (vor allem aus Deutschland).

In 2004 the Parade didn't took place. The mayor of Warsaw didn't give an administrative bill to the event – as he declared - to protect the morality and religious convictions of the inhabitants. The responsibles of the parade protested but at least, an on place event was organized that gathered 2000 people.

In 2005, the Mayor of Warsaw, Lech Kaczynski, refused to allow a gay pride parade to take place through the city again, justifying his decision by the fact that such a parade would promote a "homosexual lifestyle" in Warsaw, and that he is against "propagating gay orientation". Despite this, on 11 June 2005, approximately 5000 people marched, in defiance of the ban. After them the organizers of the parade began a court case against the Republic of Poland at the European Court of Human Rights, alleging that their right to peaceful assembly had been breached and that they had been treated in a discriminatory manner. The then Mayor of Warsaw, Lech Kaczynski, who was later President of Poland, violated three Articles of the European Convention of Human Rights when he banned Warsaw Gay Pride in 2005, the European Court of Human Rights ruled on 03.05. 2007.

Since them, every year we celebrate our Pride events with many thousands of participants from Poland and other countries . The Pride event "Equality Days" enclosed: Film Festival, Scientific Conference, Parties, Concert, Painting Exhibitions, and other smaller events.

The EuroPride 2010 in Warsaw want to affirm the tradition of Christopher Street Day.

It will show to all countries with LGBT-problems, that there is nothing impossible.. We want to celebrate our motto: "LIBERTY, EQUALITY, TOLERANCE!"

And we will have fun….

We invite you to join our EuroPride 2010 celebration, as well as sight-seeing tours before and after the event.

For further information please visit our website: www.europride2010.eu or meet us at the Lesbian and Gay City Festival (Kalckreuth- / Fuggerstraße - booth nr. 239).

On behalf of the Equality Foundation, organizer of EuroPride 2010

Tomasz Bączkowski

President







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Letzte Aktualisierung: 18. 05. 2010  -  © Regenbogenfonds e.V.